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Kredit und Geldwäsche

Fast täglich kommen momentan neue Details im Bankenskandal der Hypo Alpe Adria zum Vorschein. Jetzt wurden zum ersten Mal Berichte veröffentlicht, wie Schwarzgeld durch Kredite gewaschen worden wäre.

Ermittler behaupten diese Geldwäsche wäre nur in Absprache mit den Bank Managern möglich gewesen. Funktioniert hat die Geschichte so, dass ein serbischer Unterweltkönig über sogenannte “Offshore Firmen” 100 Millionen Euro auf Liechtensteiner Schwarzgeldkonten überwiesen hatte. Zeitgleich nahm er sich bei jener Bank einen Kredit auf, also bei der Hypo Alpe Adria, die diese Schwarzgeldkonten verwaltete. Mit dem Kredit wurden in der serbischen Hauptstadt Wohnungen und Geschäftslokale finanziert.

Die Rückzahlung der Kredite wurde aber bald gestoppt. Insgesamt wurde nur ein Bruchteil der Kreditsumme zurückgezahlt. Doch das war für die Bank kein Problem. Man bediente sich einfach an den Schwarzgeldkonten in Liechtenstein. Das ehemalige Schwarzgeld wurde auf diese Weise blütenweiss.

Ein genialer Schachzug der wahrscheinlich nur durch die internationale Finanzkrise und die anschliessende Pleite der Hypo Alpe Adria an das Tageslicht kam. Entspricht diese Geschichte der Realität, schaut es für die betreffenden Bank Manager ganz schlecht aus. Ermittler bestätigen das solche Transaktionen ohne Wissen der Manager unmöglich gewesen wären.

Photographer: Vinicius Tupinamba | Agency: Dreamstime.com


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